Heimatzauber. Alois Schöpf.Roman.
Limbus Verlag. 175 Seiten. 14,10 Euro.
Alois Schöpf ist einer, der den Finger
nicht auf die Wunden legt, sondern ganz tief
hineinsteckt. Schon bei der Lektüre seines Essays „Vom
Sinn des Mittelmaßes" fühlte sich der alpenländische
Leser so manches Mal peinlich berührt ob der
schonungslosen Wahrheit über seine Landsleute (und sich
selbst?).
Das Roman-Stück „Heimatzauber" erschien erstmals 1988
und erfuhr kürzlich eine Neuauflage. Zum Glück, kann man
nur sagen. Die Geschichte des Kapellmeisters Josef
Ambach, der versucht, die Dorfkapelle zu reformieren,
passt nämlich nicht nur an jeden Ort Österreichs,
sondern auch in die Gegenwart genauso wie in die 80er
Jahre. Und es wäre nicht Alois Schöpf, schriebe er nicht
ein Nachwort, wegen dem alleine sich der Buchkauf schon
lohnt. (syl)
Heimatzauber, 3. Auflage
Ende
Oktober erschien im Limbus Verlag die dritte, vom Autor
durchgesehene Ausgabe des Provinz- und Blasmusikklassikers
„Heimatzauber“. Der Roman in Szenen schildert die
Geschichte des jungen Kapellmeisters Josef
Ambach, der seine heimatliche
Dorfmusik reformieren will und dabei von der Gemeinschaft
seiner Musikkameraden in die Schranken gewiesen wird:
Schließlich sind sie nicht nur der Musik wegen bei der
Musik, da gibt es auch Kameradschaft, Trost, Saufen und
vieles mehr.
Der
Autor hat sein erfolgreiches Roman-Stück mit einem
satirischen Nachwort versehen, in dem er sich den Kopf
darüber zerbricht, weshalb es die Geschichte eines
Musikvereins im Musikland Österreich noch nie zu
Fernsehehren gebracht hat, obgleich 5 Prozent der
Bevölkerung musikalisch aktiv sind.
Die
Vorstellung der neuen Buchausgabe erfolgte am 30. Oktober
19.00 in der Buchhandlung Wiederin
in Innsbruck.